Im Auge der Vergänglichkeit

Malerei: Acryl auf Leinwand 
Maße: 80x60x20
Entstehung: 2023

Bildbeschreibung:

Drei Bilder. Drei Momente. Eine Mahnung.

Diese Werkreihe entfaltet sich wie ein stiller Dialog zwischen Mensch und Natur, getragen von der Präsenz der Orcas, Wesen von außergewöhnlicher Intelligenz, Schönheit und sozialer Tiefe. Die Bilder sind nicht nur gemalt, sondern auch aufgerissen: Ein zusätzlicher aufgebrachter Stoff wurde aus der Mitte heraus geöffnet, als würde die Natur selbst ihre Stimme erheben. Der Stofffixator hält diesen Moment des Durchbruchs fest, ein eingefrorener Aufschrei, ein Blick ins Zentrum des Geschehens.

Bild 1 – Annäherung

Drei Orcas tauchen aus der Tiefe auf, direkt auf den Betrachter zu. Ihre Bewegung ist kraftvoll und synchron, als wollten sie nicht nur gesehen, sondern verstanden werden. Die zerrissene Stofffläche öffnet sich wie ein Fenster zur Unterwasserwelt, ein erster Kontakt, ein stilles Angebot zur Verbindung.

Bild 2 – Auseinanderdriften

Die Orcas entfernen sich voneinander, ihre Wege trennen sich. Die Harmonie des ersten Bildes weicht einer leisen Unruhe. Die Natur beginnt sich zu entziehen, nicht aus Trotz, sondern aus Selbstschutz. Der Riss im Stoff wirkt nun wie eine Wunde, die sich nicht schließen lässt.

Bild 3 - Spiegelblick

Nur noch ein Auge ist sichtbar, das Auge des Orcas. Darin spiegelt sich ein Mensch, dessen Konturen zerfließen. Die klare Form weicht der Vergänglichkeit. Der Betrachter erkennt sich selbst im Zentrum des Auges, nicht als Herrscher, sondern als Teil eines größeren Kreislaufs. Die Botschaft ist klar: Auch du bist vergänglich. Auch du bist Natur.

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